Frankfurt-Shanghai-Seoul
NU: 4 Uhr früh … bin schon extra ganz früh hoch um nicht ganz verspult zu werden vom Jetlag. Draußen sind -18 Grad, da sollte man auch nicht auf der Autobahn stehen bleiben. Aber der gute Benz hat “Service neu” und sollte seinen Dienst tun, toi toi toi!
Angekommen: Es war eine elend lange Anreise. Der Flug in Frankfurt startete schon 4 Stunden verspätet, damit fing das Chaos an. In Shanghai angekommen war der Anschluss natürlich weg unhd ich wurde das erste mal mit chinesischer Bürokratie konfrontiert. Sie rennen alle von A nach B und man kann bestimmt nicht sagen, dass sie einem nicht helfen wollten. Als Resultat war erst einmal mein Pass weg und ich hatte große Bedenken, dass hier noch etwas schiefgehen könnte. Egal, der Pass tauchte wieder auf und ich konnte die Reise fortsetzen.
Diemaml war die Reise nicht international besetzt. Ich glaube, ich war der einzige Europäer in diesem Flug und genau so haben sie auch das Essen aufgetischt. Ich fand es nicht schlecht, aber einem Europäer könnte man das nicht hinstellen. Es würde Beschwerden hageln ob des obskuren Geschmackes.
Die größte Herausforderung war schließlich, nachts um zehn noch 60 km nach Seoul Mitte zu gelangen und in dieser Mega-Metropole das Hotel zu finden. Auch mit einer Karte war es nicht ganz einfach. Taxifahrer sprechen kein oder sehr wenig Englisch und die GoogleMaps-Karte war irgendwie nicht der Bringer. Im dritten Anlauf habe ich es schließlich geschafft und landete in Western COOP Residence (nachdem der Taxifahrer mich im Presidence abgeladen hatte). Es war ein sehr erlebnisreicher Tag und 12000 km. Jetzt haue ich mich aufs Ohr und werde Koreanisches Klamaukfernsehen genießen.
Es könnte sein, dass ich meinen privaten Gepäckrekord gebrochen habe. Mit 6 Kilo Gesamttaschengewicht, inklusive Handgepäck, einmal um die halbe Welt. Das ist nicht schlecht. Selbst die Dame am Schalter staunte ungläubig, und die ist einiges gewohnt.
Seoul ist eine tolle Stadt. Sie ist riesig und quirlig und hervorragend organisiert. Hier könnte ich leben. Ich habe großen Respekt vor den Koreanern bekommen. Es sind freundliche, aber in keinster Weise aufdringliche Menschen. Man sieht viele gebildete Gesichter, einfach sehr interessante Menschen. Die Jugend hat ihren eigenen Stil, sie kleiden sich wild und frech, einfach gut!
Polizei sieht man fast gar nicht und man braucht auch nachts um 2 keine Sorge haben, abgestochen zu werden für ein paar Dollar.
Taxifahrer schalten korrekt das Taximeter an und versuchen erst gar nicht, ihre Kunden zu betrügen. Busfahrer weisen Dich freundlich darauf hin, den Sicherheitsgurt anzulegen. Alles ist freundlich und nett. Koreaner sind tolle Leute!!
Morgen düse ich weiter nach Taiwan und anschließend nach Bali. Ich werde dort ein paar Tage Party feiern und am Strand liegen. Das richtige Hotel dafür habe ich schon gebucht!

