Bali
Ich weiß nicht, ob Bali noch einmal der Ort meiner Wahl werden wird. Ich habe viele viele freundliche Menschen getroffen, ich habe Parties gesehen, wie man sie in Deutschland nicht feiern könnte, ich habe aber auch Armut und Frustration gesehen. Der Unterschied zwischen reich und arm ist offen sichtbar und es ist auf Bali wie in vielen unterentwickelten Ländern: wer sein Geld gemacht hat zeigt es offen und gibt nichts mehr ab.
Am meisten gestört hat mich die ignorante Mentalität insbesondere vieler australischer junger Leute, die von morgens bis abends an der Pool-Bar abhängen, keinerlei Interesse für fremde Kultur zeigen und ihre Trinkgelage und Ansprüche offen ausleben. Wahrscheinlich ist das normal und nur ich störe mich solchen Dingen, dennoch: ich werde solche Parties nicht mehr feiern, es ist mir einfach zu primitiv. Bewundernswert ist die Gelassenheit und Ruhe, mit der die Einheimischen solche Bilder ertragen … was macht man nicht alles für Geld.
Strände und Meer auf Bali kommen bei weitem nicht an die weißen Märchenstrände des indischen Ozeans heran, man kann aber für wenig Geld ein wenig Surfen und sich die tropische Sonne auf den Pelz brennen lassen. Taxifahren, Essen und wohnen sind für westliche Maßstäbe billig, für 10 Euro fahren sie dich um die halbe Welt. Bali ist etwas für Partyhengste und Liebhaber der billigen Prostitution. Es passiert schon mal, dass eine Dame vom Roller springt und dir unverhohlen ihre Dienste anbietet, jetzt, hier und sofort. Wer das mag sollte nach Bali fahren, dort bekommt er alles!

