Krumbach

Das Spiel gegen Krumbach war bemerkenswert. Ich war ja im Vorfeld schon beeindruckt, durch die Querergebnisse meines Gegeners. Er hatte meinen Vorwochengegener 6:1 6:1 rasiert. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das möglich sein könnte, nachdem ich schon 1:6 1:6 meinerseits verloren hatte.

Egal, ich war guten Mutes, packte meine sieben Sachen wir legten los. Ich sah schon beim einspielen, dass er die beste Länge aller meiner bisherigen Gegner spielte. Fast jeder Ball ging bis auf 30 cm vor die Grundlinie, sowohl auf Vorhand-, als auch auf Rückhandseite. Er spielte wie eine Maschine, er war DIE Maschine!

Ich machte kein einziges Spiel und hatte am Ende auch keinen einzigen Spielball. Ich war einfach von Anfang bis Ende ohne Chance. Das war vielleicht eine Scheiße! Dabei spielte ich nicht einmal schlecht. Er hatte auf jeden Ball eine einfache und gute Antwort. Er bewegte sich effektiv und musste kaum laufen. Das Gegenteil war bei mir der Fall. Dann seine Rückhand! Die haute er mir nach Belieben aus dem Halbfeld crosscourt in die Ecke, ich war nur noch am Stemmen … und ich hatte verdammt noch mal einen guten Tag – und konnte so gar nichts damit anfangen!

Na ja … ich kann gar nicht mehr viel dazu sagen. Es ging auch alles einfach zu schnell und infolgedessen hat es auch nicht so viel Spaß gebracht. Es war einfach eine bittere, kurze Lehrstunde, besser: es war eine  Demonstration, wie man jemanden kurz und effektiv vom Platz ballert, ohne Gnade!