Aufschlag in Bali

Geschafft! Nach 4800 km und vielen erlebnisreichen Stunden bin ich endlich angekommen. Wunderbar. Das Hotel ist genau was ich brauche. Nachts um 3 hängen sie noch am Pool ab an der Wasserbar. Der Taxifahrer war nett, hat mich fast nicht beschissen. Dafür hat er mir seine Lebensgeschichte erzählt, was will man mehr.

Das Zimmer nennt sich superior und ist es wahrscheinlich auch für die hiesigen Verhältnisse. Ich habe schon viel schlimmer geschlafen. Es gibt keine Kakerlaken (ich habe noch keine gesehen) und das Bett ist frisch und sauber, optimal.

Der Taxifahrer sagte mir als erstes: “Nice women in Bali, U will see!” Na Klasse, das kann ja heiter werden für einen ausgemergelten Hobby-Single wie mich. Überhaupt scheint die ganze Stadt hier Dauerparty zu feiern.

Hier war es auch wo die miesen Bombenleger die vielen Leute umgebracht haben. Genau hier, 900 m Luftlinie entfernt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man hier auch nur annähernd irgendein militärisches Ziel treffen könnte. Und George Bush und Putin bestimmt auch nicht. Die gehen in teurere Puffs. Was ging in diesen wirren Köpfen bloß vor?

Ich habe mir heute eine Tissot gekauft. Die hatte ich schon monatelang im Auge, in Kiel hatte ich sie mir schon angesehen. Heute war der richtige Zeitpunkt für den Kauf, als Souvenir aus Taiwan. So, jetzt haue ich mich mal schnell auf’s Ohr. Ob ich es bis zum Frühstück schaffe? Ich glaube kaum.

Keine dicken Hintern

It's real buddy!Jetzt bin ich den vierten Tag unterwegs, habe aber noch keinen dicken Hintern gesehen. Ich bin begeistert. Wenn ich in Ulm oder Kiel durch die Einkaufspassagen schlendere muss  ich aufpassen, dass mich so einen junger deutscher Hintern nicht an die Wand presst. Ich konnte nicht feststellen, dass es hier weniger oder magereres Essen gäbe, im Gegenteil. Die Leute reißen sich einfach mehr am Riemen und achten darauf, wieviel sie in sich reinstopfen.

Asien war ein voller Erfolg, einfach Klasse. Nette, aufgeschlossene Leute, nicht an jeder Ecke ein mieser Nepp wie man es so oft in der Welt erlebt. UND: ich wusste gar nicht, was für hübsche Frauen hier herumlaufen. Wohlgeformte, ausgeglichene Gesichter … auf gut Deutsch: viele scharfe Weiber!!!

Sesam und grüner Tee

Seam + Grüner Tee

Sesam-Eis war gut. Es sah zwar grau aus wie ein alter Käse, der Geschmack war ok. Grüner Tee war etwas komisch. Ich dachte erst, sie hätten meine Bestellung mit Fisch verwechselt. Ich habe es nicht runtergekriegt. Normalerweise werfe ich Essen nicht weg, nie! Hier musste ich eine Ausnahme machen - never again!

Noch ein paar Minuten und es geht ab in die Sonne. Ich bin auch lange genug in der Kälte umhergerannt, jetzt möchte ich Party, Strand und Sonne. Mal sehen was die Indonesier zu bieten haben!

Süd Korea

image-34363-galleryv9-pfpt

Lynch

Wie hat Gerd Fröbe es im James Bond gesagt? “Mr. Bond, das Unternehmen Grand Slam wird ein Erfolg!” … das Unternehmen Süd Korea war auch ein Erfolg. 3 Tage Crash SightSeeing durch Seoul, einfach Spitze.

Ich bin noch immer begeistert von der Koreanischen Mentalität. Es sind tolle Leute. Gebildet, anständig, zurückhaltend und sehr nett. Was will man mehr! Ich hätte nicht geglaubt, dass es möglich ist, durch einen Souvenir-Shop zu schlendern, ohne ständig von der Seite bequatscht zu werden, was für ein tolles Produkt für’s Leben man hier kaufen kann. Seoul und die Menschen hier waren genau das Gegenteil.

Ein paar Kilometer weiter beginnt schon die Nordkoreanische Grenze. Man darf sich gar nicht vorstellen, dass dort Leute die letzten Stoppeln von den Feldern kratzen und um ihr Überleben kämpfen. Es ist noch eine Stufe härter als wir es von unserer damaligen DDR kennen. Hier geht es wirklich um’s nackte Überleben, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin überzeugt davon, dass auch die Koreaner die Spaltung überwinden und eine Wiedervereinigung erleben werden, ich wünsche es ihnen in jedem Fall von ganzem Herzen.

Der Jetlag sitzt mir noch immer im Nacken, aber da es ja schon wieder in eine andere Zeitzone geht, stört es mich wenig. Ich schlafe nur noch wie ein Hund, hier und da ein paar Stunden oder auch nur Minuten. Man gewöhnt sich daran und fängt an zu schweben.