Damn’ motherfuckers

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… und dieser nette Herr aus Australien wollte den Gästen unbedingt zeigen, wie man so ein Saufspiel bei ihm zuhause spielt! Statt sich nach der Schapsladung die Klamotten vom Leib zu reißen und in den Pool zu springen, kommt man schon nackt und voll auf die Bühne …

Ride to Hell

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Protected: Hi Enny

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Ab nach Dubai

p1020880Morgen geht es weiter nach Dubai. Ich möchte sehen, wie pleite die Beduinen wirklich sind. “Golden Sand” heißt das Hotel, mal sehen wie golden der Sand wirklich ist. Man hat mir schon erzählt, dass 2 Tage ausreichend sind, länger möchte ich auch nicht. Überhaupt passt es mir gar nicht so sehr, mein Geld bei den Arabern zu lassen. Seit 10/11 hatte ich mir vorgenommen, mein Geld in anderen als muslimischen Ländern auszugeben, ich unterstütze keine Killerfreunde.

Arabian views

Auch hier in Asien habe ich für’s erste genug gesehen. Lärm, verstopfte Straßen, abgeschottete Hotels und versteckte Armut. Wenn Deutschland es nicht schafft, sich auf dem Weltmarkt gegen solche Länder zu behaupten, liegt es lediglich am versauten, künstlich vom Staat erzeugten Wohlstand. Wenn ich an Deutschland denke, kommen mit junge Paare mit dicken Ärschen, die händchenhaltend mit vollen Wägen durch Aldis schlendern, in den Sinn. Leute, die vom Staat bzahlte Kuren und  Zahnspangen für ihre 2 dicken Kinder für normal halten. Leben auf Pump und Trägheit, so stelle ich mir das Bild eines verlierenden Europas vor, große Ansprüche und wenig Leistung.

Ich hoffe, die Klientelpolitik der neuen schwarz/gelben Regierung wird einen Anstoß in die andere Richtung geben. Natürlich ist die Steuersenkungspolitik nur über Schulden zu bezahlen, aber so sehe ich wenigstens etwas von meinem Geld wieder, so sind es die Schulden aller.

Das nächste mal werde ich meine Neffen und Hannes mitnehmen. Sie sollen sehen, wie die Welt tickt. Sie sollen keine Kleinbürger werden, sie sollen offen für die Welt sein. Sie sollen sehen, wie es im Rest der Welt zugeht. Sie sollen sehen, was es heißt, ohne soziale Absicherung und soziale Leistungen zu leben. Sie sollen sehen, wieviel Dreck es auf der Welt gibt und wo der ganze CO2-Ausstoß herkommt. Es wird ihnen gut tun.

Transenalarm

Ich musste heute noch einmal auf Piste gehen, einfach quer Beet. Ich weiß nicht wie der Laden hieß, in dem ich abendete. Hammerhart. Deutsche Discotheken würde ich als Kindergarten dagegen bezeichnen, maximal Vorschule. Dieser Laden war der Kracher. High-Tech, saugeile Mucke, ein Hammerbass der die die Hose wackeln lässt, über 3 Stockwerke und ein Haufen Verrückter. In dem Laden gab es alles. Vom schwulen Stricher über die geschminkte Transe bis hin zu den schärfsten …. Trotzdem alle cool drauf, gute Laune und Party, Party, Party. Alles saubillig und open end. Die Tanzstangen sind Standard und immer räkeln sich mindestens 2 Mädels halbnackt dran hoch und runter. Wenn ich so einen Schuppen in Deutschland mache bleibt der keinen Tag offen. Sittenwidrig. Es war ein Erlebnis der anderen Art, vielleicht gehe ich morgen noch mal hin – diesmal aber mit Ohrstöpseln!

Thor

Die Hotelparty ist in der Startphase. Sie wollen 450000 vom einheimischen Geld für die Teilnahme. Dafür bekommt man dann soviel zu Essen und zu trinken wie man will. Ich spare mir das Geld und kaufe lieber den armen Schluckern auf der Straße etwas von ihrem Plunder ab. 450000 ist ein Vermögen. Für 60000 gehe ich hier astrein Essen, mit allem drum und dran. Sie können mich schließlich nicht aus dem Hotel werfen oder den Pool zusperren weil ich nicht bezahle. Ich könnte mich der Party ja gar nicht entziehen, sie ist ja genau vor meinem Bungalow. Im Gegenteil, ich könnte versuchen wegen Lärmbelästigung auf Wertminderung zu klagen. Aber ich glaube, das kann man hier gar nicht einklagen, sie würden mich nicht verstehen. Schlecht organisiert ist die Party nicht, dass muss man sagen. Tänzer, Shows, Spiele, Saufen, eben Vollprogramm.

Cool ist hier, dass ich mit meinem Thor Steinar T-Shirt rumrennen kann, ohne dass Leute blöd schauen. Von der Qualität ist das mein bestes Shirt, hier kommt es zu Ehren. Ich werde in mein gestriges Restaurant gehen, gleich um die Ecke. Der Fisch war hervorragend. Ich hatte scharf bestellt und sie waren fair. Sie haben einfach eine klein geschnitte Pfefferschote auf einem separaten Tellerchen dazu gestellt … UND DIE WAR SCHARF! Und genau das mache ich heute wieder!

Ich habe mich auf diesem Bali-Trip als echter Kulturbanause entpuppt. Nicht ein einziges ihrer Heiligtümer habe ich besichtigt, noch schlimmer: ich habe nicht mal die Wiki-Seite über Bali zu Ende gelesen, Bums.

Asphalt

Nightlife auf Bali ist krass. Es gibt keinerlei Lärmbeschränkungen oder Öffnungszeiten, jeder macht einfach was er will. Je mehr Geld der Besitzer des Ladens hat, desto größer der Betrieb und lauter der Lärm. Ganz einfach, der reichere ist der stärkere. Sie feiern Parties für die Wessis wie sie die Welt nicht gesehen hat. Einfach nur Vollgas. Auf den Gehsteigen sitzen die Nutten der Unterklasse und sagen etwa: “What do U want? Everything … I come with U!” Ich möchte mir das gar nicht ausmalen, wie so was geht. Wahrscheinlich hätte man länger was von, im besten Fall würde ein Antibiotikum reichen, im schlimmsten Fall wäre es tödlich.

Die Guards des Hotels fragen dann noch am Eingang: “U need young girl?” Da fragt man sich unvermittelt, wie “young” die wohl wäre? 9, 10? Die Schwester, die Nichte? Wo würde er die Nachts um halb 2 wohl herholen? Aus dem Keller? Aus dem Kinderzimmer? Aus dem Laufstall?

Morgen feiert das Hotel Weihnachtsparty. Es kostet umgerechnet 30 Euro, das ist für hiesige Verhältnisse ein kleines Vermögen. Klar mache ich da mit, das will ich sehen. Da werde ich endlich Zeuge des Speed-Trinkens: Schnäpse wegknallen auf Stoppuhr bis der Arzt kommt. Die Jungs will ich sehen, ich werde es dokumentieren!

Die Bombe

Asien ist jung und wild. Europa kommt wie vor wie die Ruhezone eines Saunabereichs – “Bitte leise reden und Türen schließen.” Ich habe mir das Bombendenkmal angesehen. Die Attentäter haben über 200 Leute ermordet. Alle Namen und die Herkunftsnation der Opfer sind sauber aufgelistet und in Stein gemeiselt, das haben sich die Balinesen nicht nehmen lassen. Noch heute kommen die Leute hierher, um ein Bild ihres Angehörigen aufzustellen und eine Kerze anzuzünden. Wie wirr im Kopf muss man sein, um an einem solchen Ort eine Bombe zu zünden. Ich glaube, man hat die Attentäter erwischt und auch gleich aufgehängt, das geht in Ordnung.

Einer der Sicherheitsmänner vorne am Gatter redet gerne. Er erzählte, dass er etwa 100 Dollar im Monat macht mit seinem Job. Ferien könne er sich nicht leisten. Er muss durcharbeiten, um noch ein paar Kröten für seine Familie abzweigen zu können, 12 Stunden am Tag, auch zu Weihnachten. Er hat sich aber nicht beklagt, er hat es nur erzählt. Er sagte er sei Hindhu, Geld sei ihm nicht so wichtig. Wichtig sei ihm ein zufriedenes Leben! Das ist erstaunlich abgeklärt für einen 24 jährigen der noch Träume haben sollte. In diesem Alter war ich noch weit weg von solchen Gedanken und habe waghalsige Pläne geschmiedet um an Geld zu kommen.